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Italiens schönste Feste - furios, sinnlich, skandalös und im hohen Maße explosiv.

 

 

1  - I Mamuthones (Mamoiada)
Gruselige Tiergestalten im Herzen der Barbagia
2  - Battaglia delle Arance (Ivrea)
Hitzige Stadtteilkämpfe mit überreifen Apfelsinen
3  - I Perduni (Taranto)
Die Entdeckung der Langsamkeit am Gründonnerstag
4  - I Giudei (San Fratello)
Teufel setzen der Karwoche Hörner auf
5  - I Vattienti (Nocera Terinese)
Züchtigungsritual zum Wohle des Clans
6  - Corsa dei Buoi (San Martino in Pensilis)
Stadtteilkämpfe auf dem Rücken von Ochsen
7  - Il Rito dei Serpari (Cocullo)
Heidnische Praktiken unterm Heiligenschein
8  - Sarrabanda della Morte (Favignana)
Der Thunfisch und die Reise ohne Rückkehr
9  - Ardia (Sedilo)
Die Teufelsreiter des "13. Apostel"
10 - I Spinati (Palmi)
Wege voller Dornen - schmerzhafte Stiche auf heißem Asphalt

(Top Ten Events im Jahresverlauf)
 

 

Himmlisches ITALIEN

Feste feiern in ITALIEN

 

EVENT-GUIDE: Der ultimative Urlaubsplaner für Italienfans. Die spektakulärsten und verrücktesten Feste des Jahres.

 

 

 

Diabolische Fratzen symbolisieren auf Sardinien (1) die Seelen der Toten. Am Tag des Schutzheiligen Antonius (17. Jan.) betreten im Städtchen Mamoiada die Mamuthones (Tiermenschen) zum ersten Mal  die Erde, vereinigen sich mit den Lebenden. Im Verbund mit überirdischer Kraft versuchen sie, die Natur wieder zu erwecken. Erneut kehren sie zur Karnevalszeit zurück, um den Winter endgültig zu vertreiben. Hinter schwarzen Holzmasken verbergen sich die Gesichter der Mamuthones (sie sind die Verlierer), die Körper sind mit Schafsfellen bedeckt, und auf den Rücken baumeln Kuhglocken. Stumm und schwerfällig tappen sie herum, gebeugt von der Glockenlast und kontrolliert vonden Issokadores (sie sind die Sieger).
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350 Tonnen Apfelsinen zerplatzen an den Rüstungen der »Tyrannen«, dienen im Karneval von Ivrea (2) als Wurfgeschosse. Die Vermutung, es könne sich bei der Battaglia degli Aranci (Apfelsinenschlacht) um eine Überschussvernichtungsaktion der EU handeln, ist naheliegend, aber falsch. Es ist eine Orgie der Verschwendung, die jedes Jahr ein dickes Loch in den städtischen »Wehretat« reißt. Drei Tage lang bricht auf Plätzen und Straßen dieser piemontischen Kleinstadt die Apfelsinenschlacht aus und erinnert an Zeiten, als sich die verfeindeten Stadtteile mitunter noch in tödliche Kämpfe verstrickten. Damals flogen Steine, heute Apfelsinen. Auch wenn sich seitdem die Stadtteile keineswegs weniger erbitterte Kämpfe liefern, die Folgen sind zum Glück kalkulierbarer geworden. Heute ist es vielleicht ein blaues Auge oder eine blutende Lippe – damals bangten Ivreas Mütter um ihre Ehemänner und Söhne.
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Dumpfer Trommelwirbel und Klagelieder eilen voraus, Blechbläser stimmen die Molltöne der Trauermärsche an – in der Karwoche erreicht die Leidensgeschichte des Heilands ihren Höhepunkt. Das sizilianische Bergdorf San Fratello (4) liegt seit Tagen in tiefer Trauer. Doch plötzlich springen grellbunte Gestalten durchs Bild, stören mit schrillen Trompetenstößen und lautem Kettengerassel die Liturgie. Die gehassten Giudei (Judäer) sind aus dem Nebrodi-Gebirge zurück gekehrt. Jahr für Jahr tyrannisieren diese diabolisch-clownesken Quälgeister die Trauergemeinde. Doch sie spielen nur ihr Spiel, wollen ihre Mission in alle Welt hinausposaunen: »Seht Leute, so waren damals die Juden, so haben sie Gottes Sohn dem Kreuz ausgeliefert, ihn auf seinem Weg nach Golgatha beschimpft, gepeinigt und verleumdet.«
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Im apulischen Taranto (3) kommt am Gründonnerstag die Zeit zum Erliegen. Melancholie und Monotonie rauben den Menschen den Verstand. Paare von Perduni (Bußpilger) pendeln im Abstand von zwanzig Metern synchron hin und her, bewegen sich unerträglich langsam voran. Es scheint, als träten diese Mahngestalten auf der Stelle. Weltabgewandt schieben sie ihre blanken Fußsohlen über den rauen Asphalt – schaffen pro Stunde keine hundert Meter. Die Last der Sünden scheint alle zu erdrücken – doch die Entdeckung der Langsamkeit kann auch befreien.
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Tiefe Trauer liegt am Karfreitag über Nocera Terinese (5), einem eher unscheinbaren Dorf in der Gebirgswelt Kalabriens, dort, wo die Mafia herrscht und die Kirche einen erbitterten, aber erfolglosen Kampf führt. Unglaubliche, geradezu schauerliche Dinge geschehen hier. Erhaben und schwermütig, vom Leiden Christi überzeugt, bewegt sich die Prozession voran. Tod, Auferstehung und Hoffnung. Doch plötzlich stoppt der Trauerzug, und zu Füßen der Schmerzensmadonna spielen sich fürchterliche Szenen ab. Vattienti (Selbstgeißeler) schlagen mit Glassplittern auf Waden und Schenkel ein, bis ihre Haut platzt und Blut fließt. Ganz persönliche Bußgelübde, die dem Clan gewidmet sind.
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In Scharen strömen die Menschen aus dem molisischen San Martino in Pensilis (6) auf die Felder hinaus, säumen die Rennstrecke um am 30. April Augenzeugen der corsa dei buoi (Ochsenkarrenrennen) zu werden. Zuerst rücken die Reiter an – sie werden später die Rennochsen mit langen Holzstangen anstacheln. Dann erscheinen die »verfeindeten« contrade. Der antike Wettstreit: Giovani gegen Giovanotti. Voran zwei prächtig bemalte Karren, zweispännig gezogen von 5000-Euro-teuren Rennochsen, die eigens für dieses Rennen gezüchtet und trainiert werden. Doch wer hätte je gedacht, dass Ochsen so schnell galoppieren können. Gewinner ist, wer als Erster den Ort des Schutzheiligen Leo erreicht – und sei es, dass er den Gegner in den Graben drängt.
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Die Marser gelten als eines der wichtigsten und, gemäß ihrer angeblichen Abstammung vom Gott Mars, streitbarsten Völker Italiens. Sie waren so kampferprobt und siegreich, dass Berichte von ihren magischen Riten, Schlangenbeschwörungen und übernatürlichen Kräften in die römische Geschichtsschreibung einflossen. Im winzigen Abruzzen-Dorf Cocullo (7) wird heute noch am ersten Donnerstag im Mai ein Fest gefeiert, in dem dieses heidnische Erbe neben christlichen Traditionen überlebt. Die Serpari (Schlangenfänger) tragen die mit Ringelnattern dekorierte Statue des heiligen Domenikus durch den Ort.
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Die Zeit des Wartens ist vorbei, die Fischer von der Ägaden-Metropole Favignana (8) können das System aus Netzkammern aufbauen, in dem man den Thun fängt. Etwa Mitte Mai erreicht der erste Thunfischschwarm auf seiner Laichwanderung die kilometerbreiten Sperren, wird dort bis in die Todeskammer, die camera della morte, geschleust. Für die Tonnarotti (Thunfischfänger) ist die Mattanza harte Arbeit – eine immer weniger lukrative dazu. Dennoch gehen sie ihr im Bewusstsein nach, zu den Letzten ihres Gewerbes zu gehören.
Wichtige Info: Die Mattanza steht unmittelbar vor dem Aus!
Film-Docu: hier  (1/3)  hier  (2/3)   hier  (3/3) 

 

Höhepunkt im sardischen Sommer ist die Ardia in Sedilo (9). Sie soll an den Sieg des Christentums unter Kaiser Konstantin erinnern. Die Ardia ist ein waghalsiges Pferderennen zu dem Reiter aus ganz Sardinien zusammenkommen. Die Schlacht von Ponte Milvio ist legendär. Einst siegte Konstantin über Maxentius. Als heiliger Krieger verehrt und als »dreizehnter Apostel« gefeiert, überschlagen sich am 6. und 7. Juli die Ereignisse. In halsbrecherischer Manier umkreisen Reiterschwadronen die heilige Stätte.
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Die Prozession der Dornenbüßer (16. Aug.) ist eine der ältesten und am tiefsten empfundenen Kulte zu Ehren des Santu Roccu de la Francia. Man feiert den französischen Pilger, der vom Ende des 12. bis Anfang des 13. Jahrhunderts lebte und in zahlreichen italienischen Städten Pestkranke auf wundersame Weise heilte, bis er irgendwann einmal selbst daran erkrankte. Ihn bittet man um Heilung der Kranken, ihm vertraut man das Vieh an. Die eindrucksvollste Prozession ihm zu Ehren findet in Kalabrien statt. Über Stunden wird die Statue des Heiligen durch die Straßen von Palmi (10) getragen, wobei sie von einer besonderen Art von Büßern begleitet wird, den Spinati. Hierbei handelt es sich um Männer mit nacktem Oberkörper, die bis zum Gürtel mit einem Mantel aus langen Dornen bedeckt sind und das Bild des heiligen Rocco an die Brust drücken.  

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